Stell Dir vor es ist Krieg …

madMax

… und keiner geht hin. Diese Übersetzung einer populären Textzeile aus dem hierzulande ansonsten nicht ganz so populären Gedicht „The People, Yes“ des amerikanischen Dichters Carl Sandburg stand zur Schulzeit Ihres Stadtbenutzers an eine Wand im Gymnasium Völkermarkt geschrieben … wie an viele Wände Europas, das sich damals nicht sicher sein konnte, dass der herrschende Kalte Krieg nicht unversehens wieder heiß würde. Wessen sich Europa – wie der Rest der Welt – allerdings sicher war, war, dass trotz der gerade überstandenen Ölkrise das Automobil als der große Heilsbringer einer goldenen Zukunft gefeiert werden durfte.

Und heute? Heute sind wir in jener goldenen Zukunft der 1970er Jahre angekommen und … angesichts von über 100.000 Ergebnissen auf die Google-Suchanfrage „war on cars“1 sieht es ganz so aus als befänden wir uns ausgerechnet in einem Krieg gegen das Automobil.

gehst du hin?

Now you see me …

invisibleVisibleMan

… now you don’t! Das ist der Text der – zumindest laut der Einschätzung Ihres Stadtbenutzers – amüsantesten Stelle in Terry Jones’ Komödie „Erik the Viking“ aus dem Jahr 1989 (ausserdem der Titel eines Albums von Cliff Richard, sowie einer Reihe von Songs, TV-Serien-Episoden und Filmen). Nutzer von Tarnkappen und magischen Ringen verwenden diesen Satz oft um ihre Feinde und deren unzulängliche Kognition zu verhöhnen. Um so verblüffender, dass im wirklichen Leben Hohn, Schande und allem voraus: Schuld meist jenen zuteil wird, die am „receiving end“ dieser mangelhaften Wahrnehmung anzutreffen sind.

ein Beispiel?

Hi, Robot

autonom1

Einmal im Jahr richtet sich die Aufmerksamkeit von Techno-Geeks und Fanboys aus aller Welt voller Aufregung und Begeisterung auf einen Flecken Land in Nevada, der unter extremem Einsatz von Energie und Ressourcen der Wüste abgerungen, gerade noch ausreichend bewässert aber dafür geradezu orgiastisch beleuchtet wird, und in dem in den frühen Jännertagen eine viel beachtete Fachmesse namens Consumer Electronics Show abgehalten wird.

Was das mit Benutzung unserer Stadt zu tun hat?

ja, was?

Ergebnissicherung: NYC

7th Avenue

In der „Über den Stadtbenutzer“-Sektion dieses Blogs schreibe ich: „[…] ein, zweimal im Jahr ist es mir manchmal vergönnt, einen Blick über den Tellerrand (in Gestalt der Wiener Außenring-Autobahn) zu werfen und so vielleicht Beobachtungen aus anderen Teilen der Welt mit einzubeziehen.“ Ich möchte diese Kategorie, die ich mit „International“ betitelt habe, mit einigen Gedanken über meinen jüngsten Besuch in jener Stadt eröffnen, die man oft die Hauptstadt der Welt nennt und die häufig Gegenstand von Postings auf der Facebook-Seite Ihres Stadtbenutzers ist: New York City.

Und …?

Wider die Flaniermeile

Sonntagsspaziergang am Stadtrand

Es hat sich scheint’s eingebürgert, von „Flaniermeilen“ zu reden, sobald von jenen Teilen der Stadt die Rede ist, die durch Zufußgehende benutzt werden1. Das geht so weit, dass der Online-Zweig der Tageszeitung „der Standard“ jüngst in einer Artikelüberschrift einfach alle FußgängerInnen als „Flanierer“ bezeichnet hat.

Sind sie das nicht?