Stell Dir vor es ist Krieg …

madMax

… und keiner geht hin. Diese Übersetzung einer populären Textzeile aus dem hierzulande ansonsten nicht ganz so populären Gedicht „The People, Yes“ des amerikanischen Dichters Carl Sandburg stand zur Schulzeit Ihres Stadtbenutzers an eine Wand im Gymnasium Völkermarkt geschrieben … wie an viele Wände Europas, das sich damals nicht sicher sein konnte, dass der herrschende Kalte Krieg nicht unversehens wieder heiß würde. Wessen sich Europa – wie der Rest der Welt – allerdings sicher war, war, dass trotz der gerade überstandenen Ölkrise das Automobil als der große Heilsbringer einer goldenen Zukunft gefeiert werden durfte.

Und heute? Heute sind wir in jener goldenen Zukunft der 1970er Jahre angekommen und … angesichts von über 100.000 Ergebnissen auf die Google-Suchanfrage „war on cars“1 sieht es ganz so aus als befänden wir uns ausgerechnet in einem Krieg gegen das Automobil.

gehst du hin?

Ergebnissicherung: NYC

7th Avenue

In der „Über den Stadtbenutzer“-Sektion dieses Blogs schreibe ich: „[…] ein, zweimal im Jahr ist es mir manchmal vergönnt, einen Blick über den Tellerrand (in Gestalt der Wiener Außenring-Autobahn) zu werfen und so vielleicht Beobachtungen aus anderen Teilen der Welt mit einzubeziehen.“ Ich möchte diese Kategorie, die ich mit „International“ betitelt habe, mit einigen Gedanken über meinen jüngsten Besuch in jener Stadt eröffnen, die man oft die Hauptstadt der Welt nennt und die häufig Gegenstand von Postings auf der Facebook-Seite Ihres Stadtbenutzers ist: New York City.

Und …?

Eine Anekdote über Anekdoten

cycleRage

Vielleicht wissen Sie ja über mich Bescheid. Dann wissen Sie, wie sehr ich mich an der Schönheit von Fahrrädern – mit Vorliebe von solchen aus Stahl, und besonders gerne aus Italien stammend – erfreuen kann. Sie wissen dann auch, dass ich die meisten täglichen Wege mit dem Fahrrad erledige – auch ausserhalb der eigentlichen Radsaison.

Als sich der Winter in Wien erstmals im Jahresrund mit dem Abwurf von ein paar Schneeflocken gemeldet hatte, postete ich (als Person, nicht als Stadtbenutzer) auf Facebook ein Foto meiner Schneebrille und meines Ribcap, begleitet von einer kleinen fröhlichen Nachricht über die Freuden des Radfahrens in untypischen Wetterverhältnissen und dem Hashtag #wintercycling. Ich erwartete eine Welle freundlich-solidarischer „Likes“.

und? Wie viele waren es?

Welches Viertel solls denn sein?

tristesse

Jüngst begab ich mich nach vielen Jahren wieder in die Niederungen des Standard-Forums (an dieser Stelle wird ein seit 1999 bestehendes Geheimnis gelüftet: der Standard-Forenuser mit dem Namen „A. Friend“ bin ich… Sie müssen das wissen, wenn Sie sich mit diesem Screenshot beschäftigen):

standardForum

was läuft hier?

Die Seele des Radfahrers

cycleRage

In meinem einleitenden Post zu dieser Neuauflage meines Blogs hatte ich angekündigt, es würde kein Fahrrad-Blog werden, weil ich mich selbst als vielschichtiger wahrnehme(n möchte) als nur radfahrend. Wie das nun mal so ist, scheinen mich die ersten „richtigen“ Posts sofort zu widerlegen, denn auch dieser hier dreht sich nun mal ums… Radfahren.

Genau genommen geht es um den Radfahrer beziehungsweise das Stereotyp des Radfahrers. Im Vergangenen Jahr hat die hiesige Boulevardpresse einige mehr oder weniger pfiffige Synonyme für diese Gruppe von Verkehrsteilnehmern geprägt, wie etwa „Pedalritter“, den unvermeidlichen „Radrowdy“ und ganz neu: „Strampler“ . Ich habe auch schon andere Begriffe gehört – oft auch während des unschuldigen Vorbeifahrens an Menschen die ich weder behindert noch gefährdet hatte – die ich hier lieber nicht anführe, damit mein Blog nicht durch irgendwelche Vulgaritäts-Filter fällt. Soviel ist klar: die allgemeine Perzeption des stereotypen Radfahrers ist eher negativ. Ich möchte hier versuchen herauszufinden, warum.

okay: warum?