Stell Dir vor es ist Krieg …

madMax

… und keiner geht hin. Diese Übersetzung einer populären Textzeile aus dem hierzulande ansonsten nicht ganz so populären Gedicht „The People, Yes“ des amerikanischen Dichters Carl Sandburg stand zur Schulzeit Ihres Stadtbenutzers an eine Wand im Gymnasium Völkermarkt geschrieben … wie an viele Wände Europas, das sich damals nicht sicher sein konnte, dass der herrschende Kalte Krieg nicht unversehens wieder heiß würde. Wessen sich Europa – wie der Rest der Welt – allerdings sicher war, war, dass trotz der gerade überstandenen Ölkrise das Automobil als der große Heilsbringer einer goldenen Zukunft gefeiert werden durfte.

Und heute? Heute sind wir in jener goldenen Zukunft der 1970er Jahre angekommen und … angesichts von über 100.000 Ergebnissen auf die Google-Suchanfrage „war on cars“1 sieht es ganz so aus als befänden wir uns ausgerechnet in einem Krieg gegen das Automobil.

gehst du hin?

Eine Anekdote über Anekdoten

cycleRage

Vielleicht wissen Sie ja über mich Bescheid. Dann wissen Sie, wie sehr ich mich an der Schönheit von Fahrrädern – mit Vorliebe von solchen aus Stahl, und besonders gerne aus Italien stammend – erfreuen kann. Sie wissen dann auch, dass ich die meisten täglichen Wege mit dem Fahrrad erledige – auch ausserhalb der eigentlichen Radsaison.

Als sich der Winter in Wien erstmals im Jahresrund mit dem Abwurf von ein paar Schneeflocken gemeldet hatte, postete ich (als Person, nicht als Stadtbenutzer) auf Facebook ein Foto meiner Schneebrille und meines Ribcap, begleitet von einer kleinen fröhlichen Nachricht über die Freuden des Radfahrens in untypischen Wetterverhältnissen und dem Hashtag #wintercycling. Ich erwartete eine Welle freundlich-solidarischer „Likes“.

und? Wie viele waren es?